PRESSEMITTEILUNG CSD MOTTO „NÜRNBERG LIEBT“

PRESSEMITTEILUNG CSD MOTTO „NÜRNBERG LIEBT“

Das CSD Team präsentiert am Nürnberger Frühlingsfest ihr diesjähriges Mottoplakat | Bild: gaycon.de

KURZINFO

Der CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 steht unter dem Motto „NÜRNBERG LIEBT“ und positioniert Liebe als bewusste, politische Haltung gegen zunehmende Queerfeindlichkeit und gesellschaftliche Spaltung. Vor dem Hintergrund gekürzter Förderstrukturen fordert der veranstaltende Verein klare politische Maßnahmen, mehr Schutzräume und echte Gleichstellung für queere Menschen. Das Motto versteht sich dabei als Versprechen für Solidarität, Sichtbarkeit und Zusammenhalt – innerhalb der Community und darüber hinaus. Neben konkreten Forderungen an Bund, Land und Stadt setzt der CSD mit vielfältigen Events im Sommer 2026 auch ein starkes Zeichen für eine offene, vielfältige Stadtgesellschaft.

 

„NÜRNBERG LIEBT“ ist mehr als das diesjährige Motto des CSD NÜRNBERG PRIDE – es ist ein klares Bekenntnis und ein Versprechen an die Community sowie an alle Menschen, die sich für eine offene und solidarische Stadtgesellschaft einsetzen.

Für den Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg e.V. steht Liebe nicht für Kitsch, sondern für eine Haltung. Sie umfasst Selbstliebe, Nähe, Begehren, Freund*innenschaft, Wahlfamilien, Fürsorge und gelebte Solidarität. Liebe bedeutet auch den Mut, füreinander einzustehen – im öffentlichen Raum, im Alltag und innerhalb der eigenen Community. Gerade in Zeiten zunehmender Queerfeindlichkeit und wachsendem Druck auf queere Rechte versteht der Verein Liebe als eine kraftvolle Antwort auf Hass und Ausgrenzung sowie als Widerstand gegen Angriffe auf queeres Leben.

Diese Haltung zeigt sich in der Vielfalt, Freiheit und Sichtbarkeit in Nürnberg und der Region, wo Unterschiede nicht gefürchtet, sondern gefeiert werden. Gleichzeitig betont der Verein die Bedeutung eines respektvollen und unterstützenden Miteinanders innerhalb der Community: Liebe beginnt auch dort, wo Menschen einander zuhören, sich gegenseitig stärken, schützen und gemeinsam feiern, ohne sich gegeneinander ausspielen zu lassen.

Das Motto ist zudem eine Hommage an den schwulen Künstler und Aktivisten Rosa von Praunheim und seine Ausstellung „Jesus liebt“, die im Jahr 2023 im Rahmen der Prideweeks in Nürnberg präsentiert wurde. Sein künstlerisches und politisches Wirken hat die queere Sichtbarkeit in Deutschland nachhaltig geprägt – radikal, zärtlich und bewusst unbequem.

UNSERE FORDERUNGEN

Mit „NÜRNBERG LIEBT“ formuliert der CSD NÜRNBERG PRIDE einen klaren Anspruch: „Wir wollen mehr als Akzeptanz. Wir wollen Verbundenheit. Selbstbestimmung. Wärme. Liebe. Zukunft. Für uns. Für euch. Für alle.“

In Nürnberg stehen zentrale Forderungen im Fokus.

Wir fordern von der Bundesregierung

Ein Grundgesetz für alle! Im Artikel 2 sollen die Begriffe „Männer“ und „Frauen“ durch Menschen ersetzt werden. Im Artikel 3 muss ergänzt werden, dass der Schutz vor Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität endlich ausdrücklich verankert werden. Queere Menschen verdienen Anerkennung, Sicherheit und rechtliche Gleichstellung – ohne Hintertüren für Diskriminierung.

Wir fordern vom Freistaat Bayern

  • Queerer Aktionsplan jetzt! Erstellung eines Aktionsplans „Queeres Bayern“ mit Bereitstellung der finanziellen Mittel für ein flächendeckendes Beratungsangebot auch auf dem Land
  • Queere Räume schützen! Beratungsstellen und Community-Zentren sind lebenswichtige Anlaufstellen. Ihre langfristige, verlässliche Finanzierung muss gesichert werden – nicht nur durch kurzfristige Projektgelder.
  • Hasskriminalität bekämpfen! Queerfeindliche Gewalt und Hatespeech dürfen nicht weiter toleriert werden. Es braucht endlich effektive politische Maßnahmen, damit niemand Angst haben muss, sichtbar zu sein.

    Wir fordern von der Stadt Nürnberg

    • Queeres Haus Nürnberg! Umsetzung des bereits geplanten und vom Stadtrat beschlossenen Queeren Hauses Nürnberg sowie die Bereitstellung der hierfür erforderlichen finanziellen Mittel.
    • Masterplan Queeres Nürnberg! Fortsetzung des Masterplans Queer und entsprechende Ausstattung mit Mitteln.
    • Sichtbarkeit! Vor allem in der Stadt der Menschenrechte muss es mehr queere Sichtbarkeit im Stadtbild geben.

      Hintergrund zum Plakatmotiv des CSD NÜRNBERG PRIDE 2026

      Das Plakatmotiv wurde traditionsgemäß wieder am Nürnberger Frühlingsfest vorgestellt, die Gestaltung kommt dieses Jahr von René Eisenblätter.

      Die visuelle Übersetzung des Mottos „NÜRNBERG LIEBT“ zeigt Nürnbergs stilisierte Stadtsilhouette, aufgebaut aus den bunten Pride-Love-Triangles, dem visuellen Anker des Corporate Designs. Bekannte Nürnberger Wahrzeichen wie etwa die Frauenkirche, das Staatstheater und der Fernsehturm wurden abstrahiert und in die geometrische Logik integriert. Das Ergebnis ist ein einschlägiges, starkes Kampagnenmotiv für 2026.

      CSD NÜRNBERG PRIDE

      Der CSD NÜRNBERG PRIDE findet in diesem Jahr vom 22. Juli bis 9. August 2026 statt. Die Prideweeks bieten zweieinhalb Wochen vielfältige und kunterbunte Events von und für queere Menschen und Allies (Unterstützer*innen) in der Metropolregion Nürnberg. Das CSD-Hauptwochenende mit Demo und CSD Finale findet am 8./9. August wieder auf den Kornmarkt (Straße der Menschenrechte) statt: Zuletzt über 17.500 Besucher*innen belegen den Erfolg der Veranstaltung in der Innenstadt. Informationen zu Anmeldungen für die Demo und Infostände am CSD Finale sind auf der Webseite des CSD NÜRNBERG PRIDE zu finden. Die offizielle CSD Party „Together“ lädt am Samstagabend 8. August wieder zum Feiern menschlicher Vielfalt ein.

       

      Bilder zur freien Nutzung

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      Bildrechte:
      Bild 1: CSD NÜRNBERG PRIDE
      Bild 2 + 3: gaycon.de

      WARUM QUEERE REPRÄSENTATION IM NÜRNBERGER STADTRAT ENTSCHEIDEND IST

      WARUM QUEERE REPRÄSENTATION IM NÜRNBERGER STADTRAT ENTSCHEIDEND IST

      Im Vorfeld der Nürnberger Stadtratswahl haben wir die demokratischen Parteien gezielt angefragt, um offen queere Kandidat*innen sichtbar zu machen. Unser Ziel ist es, unsere Community nicht nur zur Wahl zu motivieren, sondern auch fundiert zu informieren. 15 Kandidierende haben sich auf unsere Anfrage zurückgemeldet – sie stellen wir euch nun in alphabetischer Reihenfolge vor.

      Doch warum ist das überhaupt so wichtig?

      1. Repräsentation ist demokratische Substanz, kein Symbol.
      Queere Menschen sind Teil dieser Stadtgesellschaft. Eine vielfältige Stadt braucht ein Stadtparlament, das diese Vielfalt widerspiegelt. Politische Gremien gewinnen an Legitimität und Qualität, wenn unterschiedliche Lebensrealitäten dort real vertreten sind.

      2. Betroffenenkompetenz schafft bessere Politik.
      Wer Diskriminierung, Unsichtbarkeit oder strukturelle Hürden selbst erlebt hat, bringt eine andere Perspektive in politische Entscheidungsprozesse ein. Diese Erfahrungswerte sind kein „Nice-to-have“, sondern ein fachlich relevanter Beitrag zu sozialer, Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sicherheitspolitik.

      3. Queerpolitik ist Querschnittspolitik.
      Es geht nicht nur um CSD oder Regenbogenflaggen. Es geht um sichere Räume, Antidiskriminierungsarbeit, Bildung, Gesundheitsversorgung, Jugendangebote, Senior*innenarbeit, Stadtplanung und Verwaltungsstrukturen. Queere Perspektiven betreffen zahlreiche kommunale Handlungsfelder.

      4. Sichtbarkeit stärkt Schutz und Prävention.
      Gerade in Zeiten zunehmender queerfeindlicher Vorfälle ist politische Rückendeckung essenziell. Offen queere Mandatsträger*innen setzen sichtbare Zeichen für Akzeptanz und stehen für eine klare Haltung gegen Diskriminierung.

      5. Verantwortung gegenüber der Community.
      Eine starke, engagierte Wähler*innenbasis verdient Transparenz. Wir möchten euch ermöglichen, informierte Entscheidungen zu treffen – auf Basis von Haltung, Identität und politischer Positionierung.

      Mit der Vorstellung der Kandidat*innen schaffen wir Transparenz, Sichtbarkeit und Orientierung. Demokratie lebt von Beteiligung – und von echter Repräsentation.

      Statements

      Mein Name ist Thia Bauer.

      Ich kandidiere für die Partei die Linke

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, queere Interessen zu vertreten, damit Nürnberg lebenswert, liebenswert, sozial und bunt bleibt. 

      Mein Name ist Christian Brandenstein.

      Ich kandidiere für die Partei SPD. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, dass die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte bewahrt und verteidigt werden. Das können wir nur, wenn die demokratischen Parteien wieder stärker werden. Und das können wir nur, wenn die Zufriedenheit der Menschen mit der Politik wieder zunimmt. Das sehe ich als meinen Auftrag. 

      Mein Name ist Claudia Hammerbacher.

      Ich kandidiere für die Partei Bündnis 90 / Die Grünen

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, die Freiheit und Selbstbestimmung queerer Menschen nicht nur symbolisch zu bekennen, sondern strukturell abzusichern – damit jeder jederzeit angstfrei, sichtbar und selbstbestimmt leben kann – und das heißt für mich konkret: ganzjährige Sichtbarkeit statt punktueller Symbolpolitik im Pride Month, eine starke und gut finanzierte queere Jugendarbeit, niedrigschwellige Beratungs- und Krisenangebote insbesondere für junge Menschen, den Ausbau von Digital Streetwork, verlässliche und langfristige Förderung queerer Vereine und Initiativen sowie der Einsatz für ein medizinisches Versorgungszentrum für TINA-Personen – als Teil einer klar intersektional feministischen, gleichstellungsorientierten Kommunalpolitik, die FINTA*-Personen schützt, stärkt und strukturelle Diskriminierung aktiv abbaut.

      Mein Name ist Evi Herzing alias eve massacre.

      Ich kandidiere für die Liste politbande

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, nicht nur bloße Symbolpolitik und Regenbogenkapitalismus, sondern gelebte engagierte Solidarität. Für ein gutes Leben für jede*n von uns müssen wir uns für ein gutes Leben für alle einsetzen. Wir müssen uns für die unter uns stark machen, die die schwächsten Positionen in unserer Gesellschaft haben.

      Für uns Queers heißt das zum Beispiel niedrigschwellig zugängliche Orte zu schaffen und langfristig finanziell zu sichern: Orte für Selbsthilfe/Austausch, professionelle Beratung und konkrete Hilfe, insbesondere für queere Geflüchtete, Opfer von anti-queeren Übergriffen und Gewalt, trans Personen und FLINTA*, mit Augenmerk auch auf Armutsbetroffenheit, Queer Pay Gap und medizinischer Versorgung – alles üble Diskriminierungsbereiche, und gerade in Sachen Armut und Abschiebung schlägt der Regler immer höher aus.

      Eine solche vielschichtige Anlauf- und Austausch-Stelle könnte Teil eines neuen Konzepts für die Belegung des Kaufhofs in der Innenstadt sein. Ein solcher Ort im Herzen der Stadt, die sich so gerne selbst als Stadt der Menschenrechte feiert? Das wäre doch mehr als angebracht. Ein Traum von mir wäre auch, Nürnberg zur Sanctuary City oder Solidarity City zu machen, wie es z.B. unsere Partnerstadt Glasgow schon lange ist.

      Ebenso ist mir die Stärkung einer Jugendarbeit ein Anliegen, die hilft, binäre und heteronormative Männlichkeitsbilder aufzubrechen, die für viele psychische Probleme, für eine Radikalisierung nach Rechts und für Sozialisierung zu Frauen-, Homo- und Transfeindlichkeit mitverantwortlich sind. Was derzeit ebenfalls stark angegriffen wird und wir verteidigen müssen, ist pädagogisch-wertvolle queer-inklusive Sexualaufklärung statt Jugendliche im Namen eines neuen Puritanismus bei dem Thema alleine zu lassen. Mehr Aufklärung, weniger Angst und Scham.

      Und mein persönliches Anliegen, weil ich da die meiste gelebte Aktivismus-Erfahrung habe, steht in der schönen Nürnberger Tradition der Soziokultur. Nürnberg, die Stadt, die so lange den Mut zu einer Kultur von unten hatte: Die langfristige sichere Finanzierung und Gestaltung von Kulturorten, an denen sich (auch) Queers einbringen und mitgestalten können. Mein queeres und feministisches Engagement wäre ohne die Offenheit des ehrenamtlichen Kollektivs musikverein (Soft Spot, vorher Kantine und Zentralcafé) und dessen festen Platz als Freiraum und Teil des Künstl*hauses nicht möglich gewesen.

      Dort habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Orte zu erhalten und langfristig mitprägen zu können, über denen nicht das drohende Damoklesschwert kommerzieller Zwänge, individueller Verantwortlichkeit und konservativer Einschränkungen über dir hängen, sondern ein relativer Freiraum geschaffen wird: Ein Ort, an dem langfristiges soziokulturelles Engagement in einem Kollektiv explizit gewollt und ermöglicht wird, weil es die Gesellschaft bereichert und an dem so angstfrei queere Sichtbarkeit und queeres Leben in Kultur- und Bildungsveranstaltungen stattfinden kann.

      Ich wünsche mir, dass nicht alle dauernd nur um den Erhalt solcher Orte kämpfen müssen, sondern deren Wert langfristig anerkannt wird und sich statt im Kampf um Förderung und gegen Einschränkungen zerrieben zu werden, endlich einfach darauf konzentriert werden kann, solche Orte mit gemeinsamer Kulturarbeit, gelebter Demokratie von unten und mit anderen geteilten gefühlsgeladenen und Momenten des Kulturgenusses in einem saferen Space für alle zu beleben.

      Mein Name ist Alexander Kahl.

      Ich kandidiere für die Partei Bündnis 90/Die Grünen. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, die aktive Umsetzung von Menschenrechten, Sicherheit, Akzeptanz und Teilhabe aller Nürnberger:innen. Queere Menschen sind ein wichtiger Teil der Nürnberger Stadtgesellschaft, bringen sich tagtäglich für Nürnberg ein und prägen unser Miteinander.

      Deshalb ist es wichtig, dass queere Menschen im alltäglichen Leben und auch in der Stadtpolitik sichtbar sind. Denn – wie Uschi Unsinn immer sagte – schafft Sichtbarkeit Sicherheit. Und das ist in Zeiten steigender queerfeindlicher Anfeindungen und Gewalttaten wichtiger denn je! Als Stadtrat konnte ich in den vergangenen Jahren bereits mit der Umsetzung des „Regenbogenzebrastreifens“ am Königstor auch ein klares Zeichen für diese Sichtbarkeit setzen. In den kommenden Jahren möchte ich hierfür genauso wie für eine bessere finanzielle, räumliche und personelle Ausstattung der queeren (Jugend-) Arbeit kämpfen.

      Mein Name ist Dieter Kastner.

      Ich kandidiere für die Wählergemeinschaft Die Guten Nürnberg e.V. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, Menschenfreund zu sein.

      Mein Name ist Benjamin Mair.

      Ich kandidiere für die Partei CSU.

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik,Sichtbarkeit und Sicherheit in Schule, Bildung und Ausbildung.

      Mein Name ist Sandra Manthey.

      Ich kandidiere für die Partei SPD. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, ohne Angst oder Scham sich selbst kennenlernen zu dürfen. Dies gilt zwar für jedes Alter, ist aber besonders in jungen Jahren von großer Bedeutung. Daher möchte ich mich vor allem durch Aufklärung und Unterstützungsangebote dafür einsetzen, dass junge Menschen in Nürnberg wertfrei Fragen stellen und ihre Gedanken teilen können. Ich möchte, dass wer queer ist, dies von Anfang an selbstbewusst und vorurteilsfrei sein kann. 

      Mein Name ist Stephan Mitesser.

      Ich kandidiere für die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei). 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, weit mehr als nur die Vertretung einer Teilgruppe; sie ist ein wesentlicher Baustein für eine lebendige, resiliente und am Gemeinwohl orientierte Stadtgesellschaft.

      In meiner täglichen Arbeit beim Lebenshilfe-Landesverband Bayern sehe ich, dass Inklusion dort gelingt, wo wir den Fokus vom äußeren Erscheinungsbild oder der Orientierung weglenken und stattdessen das charakterliche Wesen und die individuellen Fähigkeiten eines Menschen in den Mittelpunkt stellen. In einer Zeit, in der unsere Demokratie unter Druck steht, brauchen wir authentische Geister, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – egal in welchem Beziehungs- oder Familienmodell sie leben.

      Für Nürnberg möchte ich erreichen, dass wir die Kraft alternativer Lebensentwürfe nicht nur tolerieren, sondern als sozialen Reichtum begreifen. Queerpolitik bedeutet für mich, strukturelle Hürden abzubauen – sei es bei bürokratischen Prozessen oder in der Sichtbarkeit im öffentlichen Raum – und eine politische Kultur des gegenseitigen Respekts und der Solidarität zu pflegen. Mein Ziel ist ein Nürnberg, in dem Vielfalt keine Nische ist, sondern die Basis für ein starkes Miteinander bildet.

      Mein Name ist Klàdï Ciel Héloïse Roese.

      Ich kandidiere für die Wähler*innengemeinschaft LINKE LISTE Nürnberg. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, Sichtbarmachung und Stärkung der Vielfalt in der Stadtgesellschaft – Die Stadt gehört uns allen!

      Mein Name ist Nina Siebert.

      Ich kandidiere für die Liste politbande.

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, gerade jetzt wo rechte Politik Menschen überall existenziell bedroht, unsere über Generationen erkämpften Rechte und unsere Sichtbarkeit gemeinsam zu verteidigen. Das schaffen wir nur mit Bildungspolitik, die die lokale Zivilgesellschaft als relevante Akteur*innen ernst nimmt und fördert. 

      Mein Name ist Thorben Starke.

      Ich kandidiere für die Partei SPD. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, errungene Rechte nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern sie entschlossen zu verteidigen, wenn sie unter Druck geraten – und Schutz, Sichtbarkeit und Teilhabe konkret zu stärken. Ich lebe mit meinem Mann in Nürnberg – offen und selbstverständlich. Jede*r soll die Möglichkeit haben, frei und selbstbestimmt zu leben. Im Stadtrat will ich klare Haltung gegen Diskriminierung zeigen und Vielfalt aktiv schützen.

      Mein Name ist Matti Stockmann.

      Ich kandidiere für Bündnis 90 / Die Grünen für den Stadtrat auf Platz 26. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, schon immer mein Herzensthema: Aus eigener Betroffenheit und der Nächstenliebe zu meinem queeren Umfeld. 

      Insbesondere das Thema queere Gesundheit und das Thema Sicherheit beschäftigt mich in letzter Zeit verstärkt. 

      Ich unterstütze aktiv die Forderung nach einem medizinischen Versorgungszentrum für TINA*-Personen und habe gemeinsam mit Fliederlich e.V. einen Gesundheitszirkel zu diesem Thema ins Leben gerufen. 

      Immer wieder erreichen mich leider auch Berichte über Diskriminierung bei der Polizei, Ärzt*innen oder anderen Autoritätspersonen. Ich möchte alles für eine buntere Stadt tun, was eine Kommune tun kann: Sichere Orte schaffen; das Ordnungsamt, die städtischen Lehrkräfte und Klinikum-Angestellten verpflichtend fortbilden und mit der Polizei in engeren Austausch gehen, um diskriminierende Strukturen aufzulösen. 

      Das Thema Queer ist ein Que(e)rschnittsthema und betrifft alle Lebensbereiche. Deshalb setze ich mich auch in den Bereichen Kultur, Bildung, Tourismus, Teilhabe und Integration für eine intersektionale, queerfeministische Politik ein. 

      Für ein Nürnberg, in dem sich alle wohl und sicher fühlen! 

      Mein Name ist Andii Meret Weber (dey/keine/sie).

      Ich kandidiere für die Liste politbande. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, mehr, als nur Akzeptanz für trans und nicht-heterosexuelle Menschen zu fordern. Sie bedeutet, gesellschaftliche Konventionen und patriarchale Strukturen und Erwartungen zu hinterfragen und sich intersektional für Gerechtigkeit einzusetzen. Queere Politik sollte alle Lebens- und Politikbereiche mitdenken, weil unsere Lebensrealität überall relevant ist.

      Mein Name ist Karsten Wehner.

      Ich kandidiere für die PIRATEN & Humanisten. 

      Ich bin Teil der Nürnberger queeren Community und für mich bedeutet Queerpolitik, dass wir mit allen anderen nett und freundlich umgehen. Ich befürworte eine bessere Inklusion queerer Menschen und möchte mehr Sicherheit für uns alle schaffen. 

      VIELFALT – DER NÜRNBERG PRIDE PODCAST // 2025 EDITION

      VIELFALT – DER NÜRNBERG PRIDE PODCAST // 2025 EDITION

      Neue Staffel des „VIELFALT“-Podcasts vom CSD Nürnberg: 5 Tage – 5 queere Themen – 1 klare Botschaft

      NIE WIEDER STILL! Unter diesem starken Motto startet die neue Staffel des queeren Podcasts „VIELFALT“ – produziert vom CSD NÜRNBERG PRIDE in Kooperation mit Hitradio N1. Fünf Tage lang erscheint täglich eine neue Folge mit brisanten Themen, die die queere Community bewegen. Stimmen, Geschichten und Perspektiven, die gehört werden müssen – gerade jetzt!

      Podcast-Highlights der neuen Staffel: Jeden Tag ein neues Thema

      Folge 1 // Montag, 4.8.25
      Ampel-Flop für queere Rechte?

      Selbstbestimmungsgesetz, Blutspende-Reform – es gab Fortschritte.
      Aber: Viele Versprechen der Ampel-Regierung wurden nie eingelöst.
      Was wurde wirklich erreicht? Wo hakt es? Und was bedeutet das für queere Menschen in Deutschland?
      Wir ziehen Bilanz – und sagen klar: Nie wieder still.
      Jetzt reinhören, verstehen, verändern.

      Folge 2 // Dienstag, 5.8.25
      Trump und das Zwei-Geschlechter-Dogma

      In den USA beendet Trumps 2 Geschlechter-Dogma mit dem Dekret „zum Schutz von Frauen vor Gender-Ideologie und Extremismus “ jegliche Anerkennung und Unterstützung für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen – was enorme, gesamtgesellschaftliche Auswirkungen hat. Auch in Deutschland gibt es Gruppen, welche die Anerkennung und Rechte von trans*, inter* und nicht binären Personen als Gender-Ideologie und Kult diffamieren und sich hasserfüllt gegen unsere Menschenrechte stellen, indem sie die Würde von Menschen massiv verletzen.

      Was bedeutet dies für uns als trans*, inter* und/oder nicht-binäre Person, als queere Community, als Gesellschaft und was haben wir diesen Angriffen auf unsere Identitäten und auf unsere Menschenrechte entgegensetzen?
      Darüber sprechen Sasha und Ekamjot SinghKaur.

      Folge 3 // Mittwoch, 6.8.25
      80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – der lange Weg zur Gleichberechtigung queerer Menschen

      CSD-Vorstand Bastian Brauwer im Gespräch mit dem Historiker Dr. Matthias Gemählich über die Lebenswirklichkeit von queeren Menschen in der Zeit des Paragrafen 175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Das Gespräch dreht sich insbesondere um die Verfolgung queerer Menschen in der NS-Zeit und den langen Weg zu ihrer rechtlichen Gleichstellung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

      Folge 4 // Donnerstag, 7.8.25
      Selbstbestimmungsgesetz – Resümee: Ein Rückblick aus Nürnberg

      Seit dem 01.11.2024 ist das SBGG in Kraft.
      Durch dieses Gesetz haben alle Personen die Möglichkeit, ihren Geschlechtseintrag und den dazugehörigen Namen, mit einer einfachen Erklärung, ändern zu lassen. Kaum war das Gesetz verabschiedet, hagelte es Kritik aus konservativen und rechten Kreisen, sowie von trans* feindlichen Bewegungen.

      Doch wie sieht die Realität aus?
      Zwei Betroffene tauschen sich hierzu in diesem Podcast aus.

      Folge 5 // Freitag, 8.8.25
      Was bedeuten Merz und die aktuelle Regierung wirklich für queere Rechte?

      Friedrich Merz regiert – was heißt das für uns?
      Ein neuer Kanzler, ein konservativer Kurs – und viele offene Fragen für die queere Community.
      Was bedeutet die neue politische Lage für unsere Rechte, unsere Sichtbarkeit, unser Leben?
      In dieser Folge schauen wir genau hin und sprechen darüber, was jetzt zählt: Haltung zeigen, laut bleiben – nie wieder still.
      Einschalten, mitdenken, mitkämpfen.

      Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

      Hier geht’s zum Podcast:

      Alle neuen und bisherigen Folgen findest du auf:
      👉 podyou.de/podcasts/vielfalt-der-csd-podcast

      KINOSPOT „NIE WIEDER STILL!“

      KINOSPOT „NIE WIEDER STILL!“

      Queerfeindlichkeit sichtbar machen – und ihr entgegentreten

      Unser Kinospot 2025 macht spürbar, was viele queere Menschen tagtäglich erleben: Taten und Worte verletzen, grenzen aus, machen unsichtbar, sollen uns zum Schweigen bringen.

      Die Story: Ein queerer Mann steht in der Öffentlichkeit. Symbolisch für die immer mehr werdenden queerfeindlichen Ereignisse in Gesellschaft und Politik wird ihm der Mund zugeklebt. Es schallen Aussagen, Anschuldigungen, die queere Menschen seit Jahrzehnten ertragen müssen: abwertend, beleidigend, beschämend, entmenschlichend. Seine hierdurch entstehenden Gefühle wie „überhört“, „versteckt“, „verleugnet““ werden sichtbar. Er rebelliert, setzt eine klare Grenze und leistet damit stellvertretend für die vielfältige queere Community dagegen Widerstand.

      Unser Motto „NIE WIEDER STILL!“ macht deutlich klar: Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen. Nicht von Vorurteilen, nicht von Politik, nicht von der Gesellschaft. Unsere Stimmen bleiben laut. Unsere Existenz, Rechte und

      Sichtbarkeit ist nicht verhandelbar. Wir sind nie wieder still!

      So, und nun viel Spaß mit dem Spot!

      Danke, Nürnberg!

      Aufklärend und wachrüttelnd läuft unser Spot während der 2,5 wöchigen Prideweeks bis einschließlich 10.8. vor jedem Film im Cinecitta, Casablanca Filmkunsttheater, Filmhaus Nürnberg und dem mobilen Kino – dankeschön dafür!

      Unser ganz herzlicher Dank geht an die Agentur .diff, die in Zusammenarbeit mit Thomas Riese diesen Spot umgesetzt und produziert hat. Danke auch von Herzen an alle, die vor der Kamera mitgewirkt haben!

      PRESSEMITTEILUNG: DAS IST DER CSD NÜRNBERG PRIDE 2025

      PRESSEMITTEILUNG: DAS IST DER CSD NÜRNBERG PRIDE 2025

      PROGRAMMÜBERSICHT – DIE KERNBESTANDTEILE DES CSD NÜRNBERG PRIDE

      Prideweeks

      Abwechslungsreich. Aufschlussreich. Außergewöhnlich.

      Vom 24. Juli bis zum 10. August demonstrieren die Prideweeks in der Metropolregion Nürnberg eindrucksvoll, dass Queerness alle Lebensbereiche durchdringt. Das umfangreiche Programm der Prideweeks umfasst über 100 Veranstaltungen zu vielfältigen queeren Themen wie Kunst und Kultur, Liebe und Gemeinschaft, Körper und Gesundheit, Identität sowie Religion und Spiritualität. Angeboten werden Workshops, Informationsveranstaltungen, Lesungen, Partys, Demonstrationen, Führungen, Theateraufführungen, Kinofilme und vieles mehr. Neu im Programm sind unter anderem eine Virtual-Reality-Experience, ein Hobby-Horsing-Contest sowie die erste queere Flirtparty für Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Freund*innen.

      Online Eventkalender des CSD NÜRNBERG PRIDE
      PRIDE BOOKLET als PDF

      DEMO

      Das politische Kernstück

      Am Samstag ab 12.15 Uhr setzen sich in Nürnberg wieder zahlreiche und vielfältige Demogruppen in Bewegung – darunter Unternehmen, Vereine, politische Parteien sowie zahlreiche Einzelpersonen aus der LGBTQIA+-Community. Sie alle demonstrieren für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt – und setzen zugleich ein klares Zeichen gegen den zunehmenden Rechtsruck, gegen Queerfeindlichkeit sowie die steigende Zahl queerfeindlich motivierter Übergriffe.

      Das diesjährige bundesweite Motto des CSD lautet: „NIE WIEDER STILL!“. Der Förderverein CSD Nürnberg e.V. rechnet erneut mit einer großen Beteiligung und hofft, den bisherigen Rekord von 12.500 Teilnehmenden aus dem Vorjahr zu übertreffen.

      Gegen 14 Uhr endet der Demonstrationszug am Kornmarkt, wo das große CSD-Finale in Form eines bunten Straßenfestes stattfindet.

       Wegen aktueller Baustellen im Stadtgebiet steht der endgültige Streckenverlauf der Demo derzeit noch nicht fest. Die Route sowie der Startpunkt werden kurzfristig bekannt gegeben.

      CSD FINALE

      Zwei Tage voller Musik und Information

      Am Samstag, den 9. August von 13 bis 23 Uhr, und am Sonntag, den 10. August von 12 bis 19 Uhr, findet das CSD-Finale erneut am Kornmarkt statt – direkt neben der Straße der Menschenrechte. Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Information, Musik, queerer Sichtbarkeit und politischem Austausch.

      Wie im Vorjahr erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges Programm auf und neben der Bühne. Am Sonntag lädt der Förderverein CSD Nürnberg e.V. von 12 bis 14 Uhr zum queeren Spätschoppen mit Weißwurst und Brezn ein. Musikalisch begleitet wird dieser vom Musikverein Lauf sowie den Travestie Künstler*innen Yvonne Parker und Baby Bubble. Zwei Gebärdendolmetschende sorgen im Wechsel auf der Bühne für barrierearme Kommunikation. Von 12 bis 16 Uhr gibt es am Sonntag zudem ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Glitzertattoos auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes.

      An beiden Tagen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches, diverses, musikalisches und politisches Bühnenprogramm mit über 20 Künstler*innen und Showacts. Das CSD-Finale lädt zum gemeinsamen Feiern, Sichtbarsein und Vernetzen ein – unter dem Zeichen von Vielfalt, Solidarität und Lebensfreude. Am Samstagnachmittag, voraussichtlich gegen 16.15 Uhr, diskutieren Vertreter*innen demokratischer Parteien auf der Bühne aktuelle queerpolitische Themen.

      Zahlreiche queere Vereine, Initiativen, Netzwerke und Unternehmen aus Nürnberg und der Region sind mit Infoständen am Kornmarkt vertreten. Besucher*innen sind eingeladen, sich zu informieren, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit zu setzen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Eine breite Auswahl an Essen und Getränken werden an beiden Tagen angeboten – unter anderem auch das diesjährige Prideweeks Bier, das in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Brauerei Schanzenbräu entstanden ist.

      Together Party

      Official NÜRNBERG PRIDE Afterparty

      Die offizielle Afterparty am Samstag, den 9. August ab 23 Uhr im Hirsch und der Rakete bringt die queere Community und ihre Allies erneut in zwei Clubs zusammen – für eine Nacht voller Musik, Vielfalt und Zusammenhalt. Willkommen ist jede Person, unabhängig von geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Hautfarbe oder Herkunft.

      Die Afterparty steht für gelebte Vielfalt, Selbstliebe und respektvolles Miteinander. Geboten wird ein einzigartiges Partyerlebnis mit zwei Clubs, einem gemeinsamen Garten, fünf Areas, 14 DJs, zwei Dragshows, einem Surprise Special und einer ausgedehnten Afterhour bis 10 Uhr morgens. So wird aus einer Nacht ein kollektives Erlebnis – laut, bunt und offen für alle.

      Helfen beim CSD

      Für den reibungslosen Ablauf des diesjährigen Straßenfests werden noch engagierte Helfer*innen gesucht. Insbesondere beim Auf- und Abbau des Straßenfests wird Unterstützung benötigt, um die Veranstaltungsflächen rechtzeitig vorzubereiten und nach der Feier wieder abzubauen.

      Außerdem werden für die Demonstration Ordner*innen gesucht, die mithelfen, den Demonstrationszug sicher und organisiert zu begleiten. Interessierte können sich gerne beim Veranstalter melden. Jede helfende Hand ist willkommen und trägt dazu bei, die Veranstaltung zu einem sicheren und erfolgreichen Erlebnis für alle zu machen.

      ZWEITE CSD DEMO IN FÜRTH

      Am Samstag, den 2. August findet zum zweiten Mal die CSD-Demo in Fürth statt. Im vergangenen Jahr hatten Personen aus dem Umfeld mit dem Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg e.V. die Veranstaltung ins Leben gerufen, um in der Nachbarstadt einen Anfang zu initiieren und ein deutliches Zeichen für die LGBTQIA+ Community vor Ort zu setzen. In diesem Jahr wird die CSD-Demo in Fürth von dem neu gegründeten Verein Frankenpride e.V. organisiert. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, den CSD Fürth sowie queere Projekte in der gesamten Region nachhaltig weiterzuentwickeln und zu stärken. Der Demozug startet um 13 Uhr am Rathaus Fürth, im Anschluss lädt ab 14.30 Uhr ein Get-Together am Stadttheater zum gemeinsamen Austausch und gemütlichen Beisammensein bei Musik und Getränken ein. Das Stadttheater und die Weinstube Schilderwach unterstützen mit ihren Räumlichkeiten und ihrer Infrastruktur den diesjährigen CSD Fürth.

      Den Abschluss des Tages bildet ab 19.30 Uhr die Proud’n’Loud – CSD Party im Grünen Baum. Ab 20.30 Uhr sorgt ein DJ mit queerer Musik für eine ausgelassene Feier.

      ZUM MOTTO „NIE WIEDER STILL“

      Unter dem diesjährigen Motto „NIE WIEDER STILL“ sendet der CSD Nürnberg PRIDE eine klare Botschaft: Die LGBTQIA+ Community wird nicht schweigen, wenn ihre Rechte zur Verhandlungsmasse gemacht werden. Ob in Großstädten oder ländlichen Regionen – die Teilnehmenden bleiben kompromisslos sichtbar, solidarisch und stark.

      Die CSD-Veranstaltungen sind ein deutlicher Ausdruck gelebter Demokratie und stehen gemeinsam für Nürnberg sowie eine vielfältige und gerechte Gesellschaft. Seit den Stonewall-Aufständen im Jahr 1969 hat die Community mit großem Mut und Entschlossenheit eine bunte, vielfältige Welt erkämpft und ist heute sichtbarer denn je.

      Dennoch sind diese Errungenschaften keineswegs selbstverständlich. Aktuell ist eine Tendenz erkennbar, dass Teile aus Politik und Gesellschaft versuchen, queere Menschen wieder unsichtbar zu machen, zurückzudrängen und ihre Rechte in Frage zu stellen.

      KINOSPOT „NIE WIEDER STILL“

      Auch 2025 begleitet ein Kinospot das Kampagnenmotto des CSD Nürnberg PRIDE. Produziert wurde der Spot von der Agentur .diff in Zusammenarbeit mit Thomas Riese. Seit Beginn der Prideweeks ist der Spot vor jedem Film bis einschließlich 10. August in verschiedenen Nürnberger Kinos zu sehen, darunter das Cinecitta, das Casablanca Filmkunsttheater, das Filmhaus Nürnberg sowie beim mobilen Kino.

      Hier geht’s zum Spot: https://www.youtube.com/watch?v=0YHQjCH_HWw

      Forderungen des CSD NÜRNBERG PRIDE

      Wir fordern von der Bundesregierung

      Grundgesetz für alle: Queere Menschen durch das Grundgesetzt besser schützen
      Was wir erreicht haben, ist nicht sicher. Der Schutz queerer Menschen braucht eine eindeutige Erwähnung im Grundgesetz. Artikel 3 reicht nicht aus – wir fordern die Ergänzung um die „sexuelle Identität“. Auch der Sittenbezug in Artikel 2 hat in der Vergangenheit Verfolgung ermöglicht. Dieser muss gestrichen werden, um Willkür und Diskriminierung künftig auszuschließen – im Sinne der Menschenrechte und unserer Verfassung. Zudem fordern wir das die Begriffe „Männer“ und „Frauen“ durch „Menschen“ ersetzt werden

      Schützt queere Räume: Finanzielle Absicherung unsere Community- und Beratungsstrukturen
      Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen nehmen wieder zu – bis hin zu Anschlägen. Hilfe finden viele nur in unseren ehrenamtlich getragenen Strukturen. Doch diese stehen unter massivem Finanzdruck. Wir fordern: Die Bundesregierung muss queere Beratungs- und Community-Angebote sichern. Sparzwang darf nicht unsere Sicherheit und Sichtbarkeit gefährden – die Schuldenbremse darf nicht zum Abriss unserer Infrastruktur führen!

      Hasskriminalität und Hatespeech wirksam bekämpfen
      Queere Menschen leben mit ständiger Angst – vor Blicken, Gewalt und Hass im Netz. Die Übergriffe nehmen zu. Wir fordern von der kommenden Bundesregierung: Schützt uns! Verbessert Strategien gegen Hasskriminalität mit uns gemeinsam, finanziert den Aktionsplan „Queer leben“ solide und geht entschlossen gegen Queerfeindlichkeit und Fake News vor.

      Wir fordern von der Stadt Nürnberg

      Queeres Haus Nürnberg! Aufbau eines queeren Hauses in Nürnberg, als Heimat für Nürnbergs vielfältige queere Vereine und Organisationen.

      Masterplan Queeres Nürnberg! Fortsetzung des Masterplans Queer und entsprechende Ausstattung mit Mitteln.

      Sichtbarkeit! Vor allem in der Stadt der Menschenrechte muss es mehr queere Sichtbarkeit im Stadtbild geben.

      Wir fordern vom Freistaat Bayern

      Queerer Aktionsplan jetzt! Erstellung eines Aktionsplans „Queeres Bayern“ mit Bereitstellung der finanziellen Mittel für ein flächendeckendes Beratungsangebot auch auf dem Land.

      Queere Räume schützen! Beratungsstellen und Community-Zentren sind lebenswichtige Anlaufstellen. Ihre langfristige, verlässliche Finanzierung muss gesichert werden – nicht nur durch kurzfristige Projektgelder.

      Hasskriminalität bekämpfen! Queerfeindliche Gewalt und Hatespeech dürfen nicht weiter toleriert werden. Es braucht endlich effektive politische Maßnahmen, damit niemand Angst haben muss, sichtbar zu sein.

      Unsere Botschaft ist klar: Wir schweigen nicht, wenn unsere Rechte zur Verhandlungsmasse werden. Ob in Großstädten oder ländlichen Regionen – wir bleiben kompromisslos sichtbar, solidarisch und stark.

      Die CSDs sind und bleiben Ausdruck gelebter Demokratie. Zusammen für Nürnberg. Zusammen für eine vielfältige, gerechte Gesellschaft.

      REIHENFOLGE DEMOGRUPPEN 2025

      REIHENFOLGE DEMOGRUPPEN 2025

      Foto: Harry Koerber / Imago

      55 Gruppen, Vereine, Projekte haben sich diesmal angemeldet und zeigt wie wichtig der Metropolregion Nürnberg die Vielfalt ist. Schließt euch privat der Demo an. Bringt alle mit, die die queer Community unterstützen wollen, Freund*innen, Bekannte, Kolleg*innen, Familie – wen auch immer – queer oder nicht queer – lasst uns zeigen, dass es uns ernst ist – gerade heute im Jahr 2025!

      Startpunkt: Wird noch bekannt gegeben. Aufgrund der aktuellen Baustellensituation haben wir noch keinen finalen Streckenverlauf für unsere Demo.
      Aufstellung: 12 Uhr für Privatpersonen | individuelle Bekanntgabe je nach Startnummer für angemeldeten Gruppen
      Start: 12.15 Uhr

      Die Reihenfolge der teilnehmenden Demogruppen:

      01 Schirmherr OBM Marcus König, Vorsitzender Bastian Brauwer und stllv. Vorsitzender Lars-Rene Gremillet
      02 Fahnenträger*innen größer Regenbogenflagge
      03 CSD Nürnberg PRIDE [Truck]
      04 Gäste CSD’s [Fußgruppe] – u.a. mit CSD Schwabach
      05 BR Buntfunk [Fußgruppe]
      06 N-Ergie und VAG [Vielfalts-Bus]
      07 Familienblock [Fußgruppe] – u.a. mit Queeres Zentrum Erlangen
      08 Volt [Fußgruppe]
      09 Fliederlich [Truck]
      10 Stadtmission Nürnberg [Fußgruppe]
      11 Kneipenchor Fürth [Fußgruppe]
      12 BÜNDNIS90/Die Grünen [Truck]
      13 DGB Jugend Mittelfranken [Fußgruppe]
      14 Omas gegen Rechts [Fußgruppe]
      15 Die Bar 59 [Truck]
      16 Franken Tourismus [Fußgruppe]
      17 Die Gerechtigkeitspartei LV-Bayern [Fußgruppe]
      18 SPD Nürnberg AG Queer und AWO Nürnberg [Truck]
      19 Staatstheater Nürnberg [Fußgruppe]
      20 Amnesty International Nürnberg [Fußgruppe]
      21 Klinikum Nürnberg [Truck]
      22 Linker Block [Fußgruppe]
      23 Pride@Novartis [Fußgruppe]
      24 Evangelische Jugend (EJ) Nürnberg-Erlangen [Truck]
      25 Diakoneo [Fußgruppe]
      26 alltogether@DATEV [PKW]
      27 SFT goes Pride [Fußgruppe]
      28 SIEMENS Healthineers [Fußgruppe]
      29 Die Johanniter [Truck]
      30 Buntmetalle [Fußgruppe]
      31 NürnbergMesse [PKW]
      32 Rosa Panther [Fußgruppe]
      33 Ohm – Technische Hochschule Nürnberg [Fußgruppe]
      34 AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth [Truck]
      35 DYKE*MARCH Nürnberg [Fußgruppe]
      36 DHL Group – Delivered with pride [PKW]
      37 Tierschutzpartei [Fußgruppe]
      38 SUSE Germany [Fußgruppe]
      39 SchaeuneEvents [Truck]
      40 Die Trällerpfeifen [Fußgruppe]
      41 Theater rote Bühne [PKW]
      42 NLC – Der Nürnberger Leder Club [Fußgruppe]
      43 Ingentis Group [PKW]
      44 Die Rummelsberger Diakonie [Truck]
      45 Bunte Runde der Vielfalt [Fußgruppe]
      46 Consorsbank [PKW]
      47 Kassandra [Fußgruppe]
      48 Die LINKE Nürnberg Stadt und Land [Fußgruppe]
      49 Die Schlampenlichter [Truck]
      50 Queer*Treff Container Nürnberg [Fußgruppe]
      51 Quarteera Bayern [Fußgruppe]
      52 Pride & FRIENDS@NÜRNBERGER [PKW]
      53 Engagierte Schüler*innen Nürnberg [Fußgruppe]
      54 Haus33 [PKW]
      55 Lebenshilfe Nürnberg [Fußgruppe]

      UND IHR ALLE! ❤️🧡💛💚💙💜