STELLUNGNAHME ZUM PROTEST AM VELSPOLSÜD-STAND

STELLUNGNAHME ZUM PROTEST AM VELSPOLSÜD-STAND

Wir beziehen uns auf die öffentliche Darstellung des Kollektivs gegen Gewalt / Pride Rebellion vom 15.8.2026 auf Instagram zum Protest gegen den VelsPolSÜD-Infostand auf unserem Straßenfest am 8.8.2026.

Hintergrund des Protests war die Präsenz eines „Polizeistands“ am Kornmarkt, die bei einem Teil der CSD-Teilnehmenden auf Ablehnung stieß. Denn schließlich hat der CSD seinen Ursprung im Stonewall-Aufstand von 1969, der durch Polizeirazzien ausgelöst wurde.

Warum VelsPolSüd e.V. beim CSD Finale als Infostand vertreten war

Die Geschichte queerer Menschen und der Polizei ist eine Geschichte, die von Repression, Ausgrenzung und Gewalt geprägt ist. Stonewall steht beispielhaft dafür. Auch in Deutschland wurden homosexuelle Menschen über Jahrzehnte staatlich verfolgt. § 175 wurde erst 1994 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Diese Geschichte darf nicht vergessen, relativiert oder umgedeutet werden. Gleichzeitig bedeutet Erinnerung für uns auch, gesellschaftliche und institutionelle Veränderungen wahrzunehmen.

Heute leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat. Polizei und andere staatliche Institutionen haben die Aufgabe, die Rechte und die Sicherheit aller Menschen zu schützen – selbstverständlich auch die von queeren Menschen. Jegliche Form von Gewalt, insbesondere queerfeindliche Gewalt, muss verfolgt werden und Betroffene müssen sich darauf verlassen können, ernst genommen und geschützt zu werden. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass heute alles gut ist. Polizeigewalt, Machtmissbrauch, diskriminierendes Verhalten und strukturelle Probleme innerhalb der Polizei müssen benannt, kritisiert und aufgearbeitet werden. Deshalb erkennen wir an, dass es Menschen mit negativen Erfahrungen mit der Polizei gibt und dass Menschen aufgrund dieser Erfahrungen Angst vor der Polizei haben. Sie müssen die Möglichkeit haben, das Erlebte öffentlich zu machen.

Gleichzeitig glauben wir, dass Veränderung auch innerhalb von Institutionen stattfinden muss. Genau deshalb ist VelsPolSÜD für uns relevant.

VelsPolSÜD e.V. setzt sich für queere Menschen innerhalb der Polizei ein und arbeitet daran, Strukturen und den Umgang mit queeren Menschen innerhalb der Polizei zu verändern. Dazu gehören unter anderem Sensibilisierung, Fortbildungen und die Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten queerer Menschen. Der Verein ist zudem Interessenvertretung sowie Mitarbeitenden-Netzwerk von LSBTI* Beschäftigten in Polizei, Justiz und Zoll in Baden-Württemberg und Bayern. Die Mitglieder stehen auch als Ansprechpersonen für Opfer queerfeindlicher Gewalt zur Verfügung. Ihre Arbeit findet vollständig ehrenamtlich im privaten Rahmen statt – genauso wie unsere.

Darin sehen wir keinen Widerspruch zu unserem Anspruch, Polizeigewalt oder Fehlverhalten zu kritisieren. Im Gegenteil: Wir möchten eine Polizei, die demokratisch, rechtsstaatlich und diskriminierungssensibel handelt. Und wir halten es für sinnvoll, dass es innerhalb der Polizei Menschen gibt, die sich für solche Veränderungen einsetzen. Deshalb haben wir uns erneut bewusst dafür entschieden, VelsPolSÜD auf unserem CSD-Finale am Kornmarkt Raum für einen Infostand zu geben.

Zum konkreten Protest vor dem Stand

Wir möchten klarstellen, dass wir das grundsätzliche Recht auf politischen Protest und Widerspruch nicht infrage stellen. Kritik an unserer Arbeit, an VelsPolSÜD oder an der Rolle der Polizei auf einem CSD / Pride ist legitim und gehört für uns zu einer lebendigen queeren Community.

Die konkrete Form des Protests vor dem VelsPolSÜD-Stand bewerten wir jedoch anders. Der Sitzstreik direkt vor dem Infostand hat aus unserer Sicht dazu geführt, dass die dort eingesetzten Ansprechpersonen über längere Zeit stark gebunden waren und ihre eigentliche Arbeit nur eingeschränkt wahrnehmen konnten. Wir hätten uns gewünscht, dass zunächst das Gespräch mit uns gesucht wird. Denn nach Absprache hätte auch die Möglichkeit bestanden, spontan einen Standplatz zur Verfügung zu stellen, an dem die Kritik sichtbar und deutlich hätte geäußert werden können, ohne den Infostand selbst zu blockieren.

Zur Wortwahl unseres Helfers

Wir können derzeit nicht abschließend beurteilen, ob die betreffenden Aussagen tatsächlich in der dargestellten Form gefallen sind und in welchem konkreten Zusammenhang sie geäußert wurden. Unsere Haltung dazu ist unabhängig davon eindeutig: Aussagen wie „Ihr seid selbst schuld, dass ihr in die Fresse bekommt“ oder „Geschieht euch recht“ wären mit den Grundsätzen des Förderverein CSD Nürnberg e.V. unvereinbar.

Sollten diese Aussagen tatsächlich so gefallen sein, entschuldigen wir uns ausdrücklich bei den Menschen, gegenüber denen sie geäußert wurden.

Wir möchten diese mögliche Entschuldigung nicht mit einer politischen Bewertung des Protests oder der Auseinandersetzung um VelsPolSÜD vermischen. Das sind für uns unterschiedliche Fragen. Politischer Streit und Protest sind legitim. Eine solche Wortwahl gegenüber Menschen, die gegen Gewalt protestieren, wäre es nicht. Wir werden deshalb mit dem betreffenden Helfer das Gespräch suchen und die Situation gemeinsam mit ihm aufarbeiten. Auch innerhalb unseres eigenen Teams erwarten wir einen respektvollen Umgang – gerade dann, wenn unterschiedliche politische Positionen und persönliche Erfahrungen aufeinandertreffen.

Positives Feedback und eigene Erfahrungen mit der Polizeipräsenz

Im Verlauf des CSD-Wochenendes äußerten uns gegenüber zahlreiche Gäste, dass ihnen die Präsenz der Polizei entlang der Demostrecke und auf dem Veranstaltungsgelände ein gutes Gefühl vermittelte und sie dafür dankbar seien.

Und ganz offen gesagt: Uns ging es als Privatpersonen mit menschlichen Gefühlen nicht anders. Zu dieser Anspannung trug auch bei, dass am Sonntag zeitgleich ein Hochrisikospiel mit Dynamo Dresden stattfand und ein Teil der Fußballfans bereits am Vortag angereist war, unter anderem über den nahegelegenen Nürnberger Hauptbahnhof. Vor dem Hintergrund der erwarteten Sicherheitslage fühlten wir uns persönlich beruhigt, dass zusätzlich zum Sicherheitsdienst auch die Polizei auf unserem Veranstaltungsgelände präsent war.

In unserer bisherigen Vereinsarbeit haben wir durchweg positive Erfahrungen mit der Nürnberger Polizei gemacht, da sie uns stets sehr gut unterstützt. Unsere Ansprechpersonen begegneten uns dabei immer kooperativ und auf Augenhöhe und brachten ein offenes Ohr für unsere Anliegen mit.

Wir möchten miteinander sprechen

Für uns bedeutet eine starke queere Community nicht, dass alle dieselbe politische Position vertreten müssen. Sie bedeutet auch, unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und politische Forderun-gen aushalten und miteinander diskutieren zu können. Für uns bedeutet queere Emanzipation deshalb, die eigene Geschichte ernst zu nehmen und gleichzeitig darüber zu diskutieren, welche Veränderungen seitdem stattgefunden haben und welche noch notwendig sind.

Wir sind offen für ein persönliches Gespräch – kritisch, respektvoll und ohne den Anspruch, am Ende in allen Punkten einer Meinung sein zu müssen.

Wenn ihr mit uns über den Protest, VelsPolSÜD, unsere Standvergabe oder die Situation vor Ort sprechen möchtet, meldet euch gerne bei René und Daniela unter vorstand@csd-nuernberg.de bei uns.


Euer Kernteam vom CSD NÜRNBERG PRIDE
Andy, Angela, Basti, Daniela, Juli, Karlheinz, Nicole, Nika und René

NÜRNBERG LIEBT… EINEN SAUBEREN CSD!

NÜRNBERG LIEBT… EINEN SAUBEREN CSD!

Hintergrundfoto: Marco Liske | Biene KI-generiert

Helfer*innen gesucht: Unterstütze den CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 am Finalwochenende

DER CSD NÜRNBERG PRIDE lebt von Engagement, Vielfalt und Zusammenhalt – und genau dafür brauchen wir dich! Ohne die Unterstützung von Freiwilligen wäre der CSD in Nürnberg in dieser Form gar nicht möglich. Wenn du Lust hast, aktiv Teil des größten queeren Events der Region zu werden, dann lies unbedingt weiter.

Warum wir Helfer*innen für die Demoroute und den Platz suchen

Für das große CSD Finale am Samstag, dem 8.8., und am Sonntag, dem 9.8.26, suchen wir engagierte Helfer*innen, die uns im Zeitraum von 10-0 Uhr dabei unterstützen, sowohl die Demoroute als auch den Veranstaltungsplatz am Kornmarkt sauber zu halten.

Was auf den ersten Blick nach einer kleinen Aufgabe klingt, hat tatsächlich große Bedeutung für die Sicherheit aller Teilnehmenden: Vor allem eine Vielzahl von leeren und teils zerbrochenen Flaschen stellt Jahr für Jahr wieder ein echtes Sicherheitsrisiko dar. Scherben auf der Demoroute oder dem Veranstaltungsgelände können schnell zu Verletzungen führen – gerade bei so vielen Menschen, die gemeinsam feiern, tanzen und für Sichtbarkeit einstehen.

Gemeinsam mit dir möchten wir dafür sorgen, dass unser CSD nicht nur unvergesslich, sondern auch sicher und sauber bleibt. Denn ein gelungenes Pride-Wochenende ist immer auch das Ergebnis von vielen helfenden Händen im Hintergrund.

Deine Aufgabe als Helfer*in beim CSD

Als Helfer*in unterstützt du uns dabei, die Demoroute ab dem Prinzregentenufer und den Kornmarkt von Müll, leeren Flaschen und Scherben zu befreien. Damit trägst du direkt dazu bei, dass sich alle Besucher*innen sicher bewegen können – ob bei der CSD-Demo selbst oder beim anschließenden Bühnenprogramm und Straßenfest.

Wir wissen, dass nicht jede*r einen ganzen Tag Zeit hat – deshalb arbeiten wir mit unterschiedlichen Zeitfenstern, die wir dir je nach Verfügbarkeit zuteilen (maximal 2 Stunden). So lässt sich dein Einsatz gut mit dem restlichen Pride-Programm verbinden, an dem du natürlich auch selbst teilnehmen kannst.

Das bekommst du als Dankeschön für deinen Einsatz

Dein Engagement soll sich auch für dich lohnen! Als kleines Dankeschön für deine Unterstützung erhältst du:

  • Hilfst du am Samstag mit: ein Free Ticket für unsere Together Party am Samstagabend
  • Hilfst du am Sonntag mit: ein Free Ticket für die nächste Queer Jungle Party von STBG

So kannst du nach getaner Arbeit direkt weiterfeiern und den CSD in vollen Zügen genießen.

So meldest du dich als Helfer*in an

Wenn du Lust hast, die Community aktiv zu unterstützen und Teil des CSD NÜRNBERG PRIDE Teams zu werden, melde dich gerne per Mail bei Nicole: n.ziwitza@csd-nuernberg.de

Gib uns kurz Bescheid, an welchem Tag (Samstag, Sonntag oder beiden Tagen) und wann – du Zeit hast, und wir teilen dich einem passenden Zeitfenster zu.

VIELFALT – DER CSD NÜRNBERG PRIDE PODCAST / 2026 EDITION

VIELFALT – DER CSD NÜRNBERG PRIDE PODCAST / 2026 EDITION

Neue Staffel des „VIELFALT“-Podcasts: 5 Tage – 5 queere Themen – 1 klare Botschaft

„NÜRNBERG LIEBT“ – Unter diesem starken Motto startet die neue Staffel des queeren Podcasts „VIELFALT“ – produziert vom CSD NÜRNBERG PRIDE in Kooperation mit Hitradio N1. Fünf Tage lang erscheint täglich eine neue Folge mit brisanten Themen, die die queere Community bewegen. Stimmen, Geschichten und Perspektiven, die gehört werden müssen – gerade jetzt!

Podcast-Highlights der neuen Staffel: Jeden Tag ein neues Thema

Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

Folge 1 // Montag, 3.8.26

„NÜRNBERG LIEBT: Rosa von Praunheim“ – Geschichte, Aktivismus & queere Sichtbarkeit

Sein Leben. Sein Aktivismus. Seine Skandale. Seine Kunst. Seine Filme. Und seine Spuren in Nürnberg. Mit der Ausstellung „Jesus liebt“ sorgte Rosa von Praunheim für seinen letzten großen Skandal. Über einen Jahrhundertaktivisten sprechen Thia und Basti.

Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

Folge 2 // Dienstag, 4.8.26

„NÜRNBERG LIEBT: Queers in der Politik“
– Sichtbarkeit, Einfluss und Realität queerer Menschen in der Kommunalpolitik

Wie wichtig ist queere Sichtbarkeit in der Kommunalpolitik? Braucht es offen queere Politiker*innen? Und können sie andere Perspektiven einbringen als heterosexuelle Allys? Über diese Fragen diskutiert der ehemalige Stadtrat Uli gemeinsam mit Basti.

Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

Folge 3 // Mittwoch, 5.8.26

„NÜRNBERG LIEBT: Chancengleichheit“ – Wir reden über Gleichberechtigung & Gleichbehandlung

Alltagserfahrungen, das Selbstbestimmungsgesetz, queere Bildungsarbeit, Fortschritte und Stillstand, Hasskriminalität, Queerfeindlichkeit an Schulen, die Situation queerer Geflüchteter und die Frage: Wo soll Deutschland im Jahr 2030 stehen? Darüber sprechen Christine und Daniela.

Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

Folge 4 // Donnerstag, 6.8.26

„NÜRNBERG LIEBT: Queere Räume“ – Safe Spaces, Clubs & Community-Orte Begegnung, Schutzräume & ein Zuhause für die Community

Menschen unterschiedlicher Generationen und Geschlechter blicken auf die Bedeutung queerer Räume. Warum brauchen wir sie? Wie haben sie sich verändert? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft? Michael, Angela, Svenja und Lukas nehmen euch mit auf eine Reise zu den Orten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Cover Vielfalt, der Nürnberg Pride Podcast

Folge 5 // Freitag, 7.8.26

„NÜRNBERG LIEBT: Generationen“ – Jung & Alt in der queeren Community

Grindr vs. Szene-Bar. Aktivismus vs. Algorithmus. Gemeinsam sprechen wir über Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Konflikte zwischen den Generationen. Patrick und Martin beleuchten die verschiedenen Sichtweisen und zeigen, was die Community verbindet – und wo sie voneinander lernen kann.

KINOSPOT 2026 „NÜRNBERG LIEBT“

KINOSPOT 2026 „NÜRNBERG LIEBT“

Queerfeindlichkeit sichtbar machen – und ihr entgegentreten

Die Ereignisse in Berlin haben uns tief erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, ihren Angehörigen und allen, die dieses Geschehen miterleben mussten.

Unser Motto lautet in diesem Jahr „NÜRNBERG LIEBT.“ Gerade in diesen Tagen ist das mehr als ein Motto. Es ist unser gemeinsames Bekenntnis zu Menschlichkeit, Respekt und Zusammenhalt.

Wir sind überzeugt: Gerade jetzt braucht es Orte der Begegnung, der Solidarität und der Sichtbarkeit. Der CSD NÜRNBERG PRIDE wird auch in diesem Jahr ein friedliches und kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde setzen.

Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns höchste Priorität. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der Polizei die aktuelle Lage erörtern und die bestehenden Sicherheitskonzepte überprüfen. Sollte es erforderlich sein, werden wir gemeinsam weitere Maßnahmen ergreifen.

NÜRNBERG LIEBT. Heute mehr denn je.

So, und nun viel Spaß mit dem Spot!

Danke, Nürnberg!

Unser Spot läuft während der 2,5 wöchigen Prideweeks bis einschließlich 9.8. vor jedem Film im Cinecitta, Casablanca Filmkunsttheater, Filmhaus Nürnberg und dem mobilen Kino – dankeschön dafür!

Unser ganz herzlicher Dank geht außerdem an René Eisenblätter für die Umsetzung. Danke auch von Herzen an alle, die hinter dem Mikro mitgewirkt haben!

DER CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 FINDET STATT – UPDATE

DER CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 FINDET STATT – UPDATE

Die Ereignisse in Berlin erschüttern uns nach wie vor zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie allen, die dieses schreckliche Geschehen miterleben mussten. Ihnen gilt unser aufrichtiges Mitgefühl.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Ereignisse haben wir uns mit der Stadt Nürnberg, der Polizei und den zuständigen Sicherheitsbehörden über die aktuelle Lage ausgetauscht.

Im Rahmen dieser Gespräche wurde unser bestehendes Sicherheitskonzept umfassend überprüft. Dieses war bereits im Vorfeld auf unterschiedliche Gefährdungsszenarien – einschließlich möglicher Anschlagslagen – ausgerichtet und wurde an einzelnen Stellen nochmals nachgeschärft.

Die zuständigen Ordnungs- und Sicherheitsbehörden beobachten die Lage weiterhin fortlaufend und stehen mit uns in engem und stetigem Austausch. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werden diese unmittelbar in die laufenden Bewertungen einfließen.

Aus Sicherheitsgründen können wir keine näheren Angaben zu den konkreten Maßnahmen oder den Inhalten unseres Sicherheitskonzepts machen. Dies dient dem Schutz aller Teilnehmenden und erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist das Sicherheitskonzept für den CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 angemessen und ausreichend.

Der CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 mit seiner Demo am 08.08. sowie das Straßenfest auf dem Kornmarkt am 08.08. und 09.08. werden wie geplant stattfinden.

Gemeinsam setzen wir ein friedliches Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde – mit dem klaren Ziel, allen Teilnehmenden einen möglichst sicheren Rahmen für Sichtbarkeit, Begegnung und Solidarität zu bieten.

CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 FINDET STATT

CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 FINDET STATT

Die Ereignisse in Berlin erschüttern uns zutiefst. Ein Mensch hat sein Leben verloren, zahlreiche weitere wurden verletzt. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, ihren Angehörigen und allen, die dieses Geschehen miterleben mussten.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht alle Hintergründe abschließend geklärt. Diese Aufklärung ist wichtig, und wir werden den laufenden Ermittlungen nicht vorgreifen.

Fest steht jedoch: Solche Ereignisse verunsichern viele Menschen – vor allem innerhalb der queeren Community. Die Frage, ob Sichtbarkeit und Sicherheit selbstverständlich sind, beschäftigt derzeit viele. Diese Sorgen nehmen wir ernst.

Für uns ist deshalb klar: Der CSD NÜRNBERG PRIDE 2026 wird stattfinden.

Der CSD war nie nur ein Fest. Er war und ist ein Ort der Begegnung, der Sichtbarkeit und der Solidarität. Er steht für eine offene, demokratische Gesellschaft, in der jeder Mensch frei und ohne Angst leben kann. An dieser Haltung halten wir fest.

Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns höchste Priorität. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der Polizei die aktuelle Lage erörtern und die bestehenden Sicherheitskonzepte überprüfen. Sollte es erforderlich sein, werden wir gemeinsam weitere Maßnahmen ergreifen.

Unser Motto lautet in diesem Jahr „NÜRNBERG LIEBT.“ Gerade in diesen Tagen ist das mehr als ein Motto. Es ist unser gemeinsames Bekenntnis zu Menschlichkeit, Respekt und Zusammenhalt.

Wir sind überzeugt: Gerade jetzt braucht es Orte der Begegnung, der Solidarität und der Sichtbarkeit. Der CSD NÜRNBERG PRIDE wird auch in diesem Jahr ein friedliches und kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde setzen.