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MOTTO 2023

„Queerer Aktionsplan Bayern jetzt!“

Bayernweit schließen sich CSDs zur Landtagswahl unter einem Motto zusammen


Bayern hat als einziges Bundesland Deutschlands noch kein Programm zu Gleichstellung und gegen die Diskriminierung von LSBTIQ* (queeren) Menschen. Anlässlich der bayerischen Landtagswahl vereinen sich viele CSDs bayernweit mit dem gemeinsamen Motto „Queerer Aktionsplan Bayern jetzt!“ Ziel dieses inhaltlichen Zusammenschlusses in der Pride-Saison 2023 ist es Bayern zur Etablierung eines solchen Programms – einem „queeren Aktionsplan Bayern“ in dessen Landesregierung zubewegen. Begleitet wird das Motto von einer öffentlichen Petition, Polit-Diskussionen und verschiedenen Aktionen im Rahmen der einzelnen sich beteiligenden bayerischen CSDs, sowie durch die Unterstützung von prominenten Menschen des öffentlichen Lebens.


Queerer Aktionsplan Bayern jetzt!

Anlässlich der bayerischen Landtagswahl im Oktober und inspiriert vom Erfolg der Kraft eines gemeinsamen Mottos im Jahr 2022 („Sichtbarkeit schafft Sicherheit“) schließen sich in Bayern auch 2023 viele CSDs zusammen. Gemeinsam machen sie sich in der diesjährigen Pride-Saison für einen queeren Aktionsplan Bayern stark. 15 Bundesländer, die Stadt Nürnberg und jüngst selbst der Bund haben einen solchen Aktionsplan zur Gleichstellung und gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen. Bayern aber hält das für unnötig. Hier steht es also 15 zu eins und dies gilt es zu ändern. „ZUM AKTIONSPLAN QUEERES NÜRNBERG“. Was ist der Aktionsplan?

Er ist ein Programm zu Gleichstellung und gegen die Diskriminierung von LSBTIQ* (queeren) Menschen. Konkret soll die Staatsregierung dazu gebracht werden in Bayern endlich queer-spezifische Gewalt- und Diskriminierungszahlen zu erfassen, die Polizei für die Belange queerer Menschen zu sensibilisieren, die lückenhafte Beratungsinfrastruktur gerade auf dem Land auszubauen, Lehrpläne zu überarbeiten, Unterkünfte speziell für LSBTIQ*-Geflüchtete in allen Regierungsbezirken zu schaffen und vieles mehr. Ein*e Landesbeauftragte*r soll dann all diese Maßnahmen unter Einbindung der queeren Infrastruktur entwickeln und umsetzen. Bereits im Mai vergangenen Jahres hat München zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transfeindlichkeit IDAHOBIT am 17. Mai eine Petition dafür aufgesetzt. ZUR PETITION UND DETAILS HIER Übergriffe gegenüber queeren Menschen nehmen zu

Wie die LSBTIQ*-Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt Strong! in Bayern dokumentiert, steigt die Zahl der Delikte gegen die Community im ganzen Land an. Die Stelle erfasste 2021 insgesamt 165 Vorfälle, darunter tätliche Angriffe, Bedrohungen, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen. Natürlich trauen sich inzwischen mehr Menschen als früher, sich zu melden, wenn ihnen etwas passiert ist. Trotzdem: Vor 20 Jahren waren die Zahlen nur etwa halb so hoch. ZU DEN STATISTIKEN. Ein Aktionsplan könnte hier Abhilfe schaffen, indem er das Bewusstsein für die Situation schärft und – über alle Ministerien hinweg - konkrete Maßnahmen umsetzt. Aus diesem Grund haben sich bislang 14 bayerische CSDs u. a. in Amberg, Erlangen, Haßberge, Ingolstadt, Kelheim, Landshut, München, Nürnberg, Regensburg, Schwabach, Schwandorf, Straubing und Weiden (Stand 31.1.23) unter dem gemeinsamen Motto: „Queerer Aktionsplan Bayern jetzt!“ zusammengeschlossen.

Events starten zum IDAHOBIT

Begleitende Veranstaltungen zum Motto beginnen am 17. Mai zum IDAHOBIT und ziehen sich bis September durch die ganze, lange Pride-Saison. Der CSD NÜRNBERG plant zum Beispiel eine große Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der relevanten Parteien. Jeder CSD sammelt Unterschriften für die bereits laufende Petition. Das Ziel: 50.000 Signaturen!

Da die Staatsregierung aufgerufen ist, den Aktionsplan mit der Community zusammen zu entwickeln, setzen wir eine Online-Plattformauf, an der sich alle mit Vorschlägen beteiligen können, was ihrer Meinung nach in einen solchen queeren Maßnahmenkatalog gehört. In den sozialen Medien werden die beteiligten CSDs für all diese Anliegen mit einer Kampagne werben. Prominente unterstützen das Ganze.

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