DIFFERENT TOGETHER


Das LSBTIQ-Netzwerk di.to. der REWE Group unterstützt unseren CSD NÜRNBERG in diesem Jahr besonders. Wir haben uns mit Max, dem Sprecher von di.to. Süd, getroffen, um einmal hinter die di.to.-Kulissen zuschauen ...


/ Hallo Max, herzlich Willkommen beim CSD Nürnberg 2021. Es freut uns sehr, dass das di.to.-Netzwerk der REWE Group uns in diesem Jahr besonders unterstützt!

Schön, dass ich hier sein kann! Und mich freut es riesig, wir die Gelegenheit dazu bekommen haben, euch zu unterstützen!


/ Viele kennen die Regenbogensticker an den Märkten der REWE Group und Euren DER-Reisebüros. Was verbirgt sich dahinter?

Dahinter verbirgt sich unser queeres Mitarbeiter:innen-Netzwerk di.to. und die offene Haltung gegenüber LSBTIQ*-Menschen, also auch Toleranz gegenüber Mitarbeitern und Kund:innen.


/ Toleranz gegenüber Mitarbeiter:innen und Kund:innen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Welches Ziel hat das Netzwerk?

Das Netzwerk hat das Ziel, teilweise noch vorhandene Hemmungen queeren Mitarbeiter:innen abzubauen, sich auch in der Arbeitswelt zu vernetzen und den Austausch über die Grenzen der jeweiligen Vertriebslinien hinweg zu fördern. Außerdem versteht sich di.to. als Anlaufstelle für Mitarbeiter:innen, die sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert fühlen.


/ Und seit wann gibt es das di.to. Netzwerk?

Im Sommer 2013 haben wir uns zum ersten Mal getroffen, im Jahr darauf folgte die Namensgebung di.to., was für „different together“ steht. Es freut mich sehr und ist mir wichtig zu erwähnen, dass das Netzwerk aus der Mitarbeiterinitiative heraus gegründet wurde und entsprechend geführt wird. Jede:r, der Teil des Netzwerks ist und sich bei di.to. engagiert, tut dies zu 100% ehrenamtlich und in seiner Freizeit. Wir erhalten, so wie Ihr beim CSD Nürnberg, also kein Geld für unser Engagement.


Der Name „different together“ ist bei unseren Projekten übrigens Programm: Bei unseren Treffen stehen weniger die sexuelle Orientierung jedes einzelnen, als vielmehr arbeitsspezifische oder immer mehr gesellschaftspolitische Themen im Vordergrund.


/ Seit wann bist du bei di.to. involviert?

Ich bin seit 2016 dabei und bei einer internen Veranstaltung darauf aufmerksam geworden. Ich fand das Engagement meiner Kolleg:innen wirklich gut und wollte daher direkt auch selber mitmachen. Seit 2020 bin ich nun der Sprecher von di.to. Süd.


/ Was war dein Antrieb hierfür?

Ich hatte zwei Antriebe: Erstens bin ich ein Mensch, der sich schon seit der Studienzeit ununterbrochen ehrenamtlich engagiert hat, und das wollte ich auch als Vollzeit-Arbeitnehmer so fortführen. Zweitens habe ich mich vor allem während meiner Schulzeit offen gesprochen nicht getraut, zu mir selbst zu stehen. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass das in meinem Arbeitsleben genauso wird und gleichzeitig dafür sorgen, dass auch andere im Rahmen ihrer Arbeit so sein können, wie sie sind. Und dazu wollte ich aktiv etwas beitragen. Dann kam di.to. ins Spiel. Und ich bin, nebenbei bemerkt, wirklich sehr dankbar für die offene Kultur bei uns im Unternehmen. Bei uns ist es beispielsweise gar kein Thema, als Mann seinen männlichen Partner mit zu einer Abendveranstaltung zu nehmen, auch für Führungskräfte nicht.


/ Welche Angebote und Aktionen bietet di.to. bei euch in der Firmenzentrale in Köln?

Je nach Region versuchen wir monatlich ein Netzwerktreffen zu organisieren. In Zeiten der Pandemie haben diese Treffen natürlich digital stattgefunden. Unser Angebot in Köln reicht vom gemütlichen Brauhausabend in den Wintermonaten bis zum Biergarten im Sommer.

Dazwischen finden noch zahlreiche Special Events statt wie zum Bespiel sportliche oder kulturelle Aktivitäten oder das gemeinsame Kochen in unserer Betriebskantine in der Domstraße in Köln. Besonders aktiv sind wir mit dem Start der Pride-Saison: So unterstützen wir z.B. den Come-together-Cup, Europas größtes Fußballturnier für Freizeitkicker und nehmen dort mit einer Damen- und Herrenmanschaft am Turniergeschehen teil.


/ Gibt es das Netzwerk nur in der Kölner Zentrale?

Nein, absolut nicht, worüber wir froh und dankbar sind. di.to. ist in allen sechs REWE-Regionen, also in ganz Deutschland, sowie in Österreich vertreten.


/ Gibt es Highlights, die euch besonders am Herzen liegen?

Ja, Highlights sind unbestritten die Teilnahme an und die Unterstützung von diversen CSDs. Deswegen unterstützen wir auch den CSD Nürnberg als Hauptsponsor und freuen uns schon sehr darauf. Der CSD Nürnberg ist der wichtigste und größte CSD in Franken und unsere Mitglieder von di.to. Süd (Raum Bayern/Franken) wollten sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Dabei wollen wir der regionalen LGBTIQ-Community helfen für Sichtbarkeit zu sorgen und die Vielfalt zu feiern, aber neben dem Spaß dabei auch Gutes tun. Einige unserer Veranstaltungen nutzen wir, um für LGBTIQ-Organisationen Spenden zu generieren.


/ Uns beim CSD Nürnberg ist es wichtig Partner:innen zu haben, die das Thema ernst nehmen und kein Pinkwashing betreiben. Bei euch klebt der Regenbogenaufkleber also nicht nur am Eingang eurer Märkte weil es hip geworden ist?

Nein, auf keinen Fall. Soweit ich weiß, haben wir die Aufkleber schon einige Zeit vor dem „Hype“ an den Eingangstüren angebracht. Wir haben als Unternehmen so viele Mitarbeiter:innen mit unterschiedlichster Herkunft, Glauben, Hautfarben, politischen Überzeugungen, sexuellen Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten – ganz ehrlich, würde Toleranz, Akzeptanz und gegenseitiges Verständnis bei uns nicht groß geschrieben werden, würden wir als Unternehmen vermutlich gar nicht gemeinsam funktionieren. di.to. ist ein Teil davon. Der Regenbogenaufkleber steht deswegen für echte Kernwerte bei REWE.


/ Wie kann man eurem di.to- Netzwerk beitreten? Unsere Mitstreiter:innen haben damals in kürzester Zeit regionale Netzwerke aufgebaut und zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Das ist umso bemerkenswerter, als dass wir es in Köln wesentlich leichter haben Teilnehmer und Unterstützer für unsere Aktivitäten zu gewinnen. Wer sich für unsere Veranstaltungen interessiert oder aktiv bei di.to. mitmachen möchte, meldet sich am besten unter der allgemeinen E-Mailadresse dito@rewe-group.com oder direkt bei dem regionalen Netzwerk di.to. Süd unter dito-sued@rewe-group.com. Wir versenden pro Quartal einen Newsletter mit allen wichtigen Terminen und Berichten und sind zudem auf Facebook unter

REWE Group di.to. sowie auf der REWE Homepage www.dito.rewe-group.com zu finden. Auch auf Instagram sind wir nun an den Start gegangen @di.to._rewegroup


/ Was wünscht dir privat für den CSD 2021 in Nürnberg?

Ganz klar, einen richtig coolen CSD Nürnberg 2021, das haben wir uns wirklich alle verdient! Und damit auch wieder ein bisschen mehr wohlverdiente Normalität. Aber die Sicherheit darf dabei nach wie vor nicht zu kurz kommen.


// Danke an Dich und ein besonderes danke nochmals für die Unterstützung!

Happy Pride!

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